Sehr überschaubar präsentierte sich der diesjährige Töpfermarkt in Chemnitz. Mindestens ein Drittel weniger Stände im Vergleich zu 2008 bauten auf. OK – der Markt ist nicht unbedingt der große Umsatzbringer… Doch ich finde den Markt gut. Toll, wenn man in Ruhe auf- und abbauen kann, einen Parkplatz und Toiletten vorfindet. Nachts ist es schön ruhig und keine Horden von Fußball-Lieder singenden, betrunkenen Party-Heimgängern stören des Töpfers Nachtruhe. Die Security ist tatsächlich anwesend und verdrückt sich nicht, wenns brenzlig wird… Auch das Standgeld ist sehr fair und wird nicht bereits Monate vorher verlangt. Kassiert wird am Stand. Insgesamt also auch viele gute Seiten am Chemnitzer Markt.
Da es weniger Stände waren, gab es zudem auch etwas mehr zu verdienen in diesem Jahr. Das konnte auch der Regen am Samstag Nachmittag nicht verhindern.
Kritisch sehe ich auch die hohe Anzahl von “schlechten Ständen” auf dem Töpfermarkt. Gießkeramik kann jeder Depp herstellen und bunt anmalen. Sowas darf sich nicht Kunsthandwerk nennen und hat auf einem Töpfermarkt einfach nichts zu suchen. Zumindest, wenn die Gießformen einfach nur eingekauft sind. Solche Ware lockt Leute an, die nur billig-billig-billig wollen. So etwas zerstört erst den Ruf von einem Markt und später dann das Geschäft derer, die sich wirklich mit ihrer individuellen Ware vom Einheitsangebot abheben.
Auf meinem Marktbild sieht man heute einmal einen Flaschenverschluss-Kopf von mir. Nach einer Anregung durch einen Kunden auf dem Elbhangfest, habe ich die Nase dezent rot gefärbt. So ist es nun ein richtiger Suffkopp.

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