Alles was beim drehen als Abrieb im Wassereimer landet, oder Stücke die vor dem brennen kaputt gehen – landen in der Resttonwanne. Ab und an nehme ich dort etwas heraus und trockne diesen Ton auf Gipsplatten. Da die Wanne draussen steht – habe ich momentan ja mit dem Wetter Glück. Es ist warm und die Masse noch nicht gefroren. Wenn der Ton dann genug getrocknet ist, wird er “geschlagen”. Ich klopfe die Masse auf einem Holztisch breit, so das eine dicke Platte entsteht. Diese wird dann in der Mitte zerschnitten und die beiden Teile dann übereinander gelegt. Wenn ich das zehn mal getan habe, hat der Ton theoretisch 1024 Schichten übereinander… Dann sind alle verschiedenen Tonsorten und die Feuchtigkeit gut genug gemischt, um die Masse zu verarbeiten. Wenn man es durchrechnet, lohnt der Aufwand nicht. 10kg Tonmasse kosten so um die sechs Euro und ich habe bestimmt ne Stunde zu tun. Aber zum einen möchte ich den Ton nicht wegwerfen und zum anderen dreht es sich mit dieser Masse super. Man sollte halt nur nichts herstellen, was garantiert wasserdicht sein sollte.

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