Weit zu fahren hatte ich dieses mal nicht. Dennoch war es mein Debüt in Thüringens Landeshauptstadt. Ich bekam einen super Standplatz, was die Aufmerksamkeit bei den Besuchern angeht. Allerdings musste ich mich sehr umstellen. Eine hohe Bordsteinkante verlief quer durch meinen Stand und es war zudem besser, das Angebot nach zwei Seiten auszurichten. Da ich ja flexibel bin, war das aber machbar. Das Fest war recht ordentlich was den Verkauf angeht. Aber in der Nacht war der Standplatz ein Fluch. An Schlaf war nicht zu denken. Komplett ein- und wieder auspacken dauert bei mir vier Stunden. Also musste ich die Ware stehen lassen und im Stand schlafen. Aber bis früh um sieben Uhr tobt direkt neben einem das “Party-Leben” und seine hässlichen Nebenwirkungen. Fangesänge das Rot-Weiß den “U-U-UEFA-Cup” holen würde und dazu deutscher Meister würde… “Faire 1:1 Kämpfe” in die sich weitere Passanten einmischen, Fußballspiele mit Plastikflaschen um halb sechs… Mist da hatte ich mir mal die Polizei oder nen Ordnungsdienst gewünscht. Aber als Stand mitten auf einem Platz hat man nachts eben keine Ruhe.
Tagsüber war alles top. Wobei ich vom Angebot von anderen Ständen doch etwas enttäuscht war. In anderen Städten – die eine anspruchsvolle Handwerker Strasse zusammen stellen, haben Schmuck von der Stange oder nach Parfüm riechende Holzkugeln nichts zu suchen. Da sollte etwas mehr darauf geachtet werden. Wo das endet, wenn man diesem Trend folgt sieht man ja alljährlich auf dem Arnstädter Stadtfest.
Ich werde versuchen, wieder auf das Krämerbrückenfest zu kommen. Hoffe doch mal das die Erfurter Veranstalter dies nur als Feedback auffassen… Die Erfurter bzw. Krämerbrückenfest-Besucher mit denen ich ins Gespräch kam – haben mich gebeten, uuunbedingt 2009 wieder zu kommen.

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