Der letzte Glasurbrand dauerte zwei Stunden länger. Als Töpfer weis man schon was das heißt. Heizwendeln im Ofen sind kaputt. OK – nach sieben Jahren darf sowas schonmal passieren. Meist liegt es daran, das kleine Keramiksplitter in den Aufnahme-Nuten der Heizspiralen liegen. In meinem Fall war dem nicht so. Einfach eine dünne Stelle im Draht. Und dort brennt er dann einfach durch. Der viele Strom findet natürlich dann die dünnste Stelle der Heizwendel und dort wirds besonders heiß. Sieht aus, wie nach dem Schweißen. Schwarz und mit Schlacke…
Wenn man die defekte Stelle nicht findet, kann man das auch herausfinden, wo der Ofen kaputt ist. Einfach mal leer anschalten. Man sieht im linken Bild das die Spiralen unten glühen. Oben ist sie defekt. Bei den mittigen Sätzen wird man es nicht sehen können, da sie nicht so schnell glühen. Oben und unten sind die kalten Zonen vom Ofen, deshalb sind dort Wedeln die heißer werden. Bei den mittleren Spiralen prüft man mit einem feuchten Schwämmchen. Wenns zischt ist alles ok.
Habe gleich eine neu Heizwedel bestellt. Dauert nicht lange und ich kann es reparieren. Bin ja froh, das der Ofen fertig gebrannt werden konnte. Im Vergleich zum Heizwendelpreis wäre das eher eine Katastrophe, wenn es ein Fehlbrand geworden wäre. Zumal wichtige Ware für den nun kommenden Töpfermarkt in Chemnitz im Ofen war.

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