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Das Keramik-Werkstatt Tagebuch…

Archiv der ‘Glasur’ Kategorie

Glasur in rot

Geschrieben von Olaf am 3 Juli 2009

Ich habe lange nichts mehr über mein Dauerprojekt geschrieben… Genau vor einem Jahr hatte ich ja beschlossen, mal eine Glasur hauptsächlich für die klassische Keramik zu kreieren. Und diese sollte irgendwie rot sein – so meine Vorgabe. Ein stabiles Rot hatte ich ja schnell entwickelt, was bei meiner Brenntemperatur von 1135°C schon gar nicht so einfach war. Bei den Effekten bin ich  nur schwer voran gekommen.
Nun habe ich mal Krüge gedreht und mit der roten Glasur versehen. Innen habe ich weiße Glasur verwendet, weil mir das Ganze sonst zu dunkel aussah. Zudem ist es ein schöner Kontrast. Bei weißem Ton scheint der Scherben an Kanten und Rillen durch. Das find ich schonmal richtig gut. Aber irgendwie musste noch ein Effekt her. Eine der besseren vorangegangenen Glasurproben habe ich für die andere Hälfte der Krüge verwendet. Nichts besonderes – einfach nur mit einem Zerstäuber eine Mischung aus verschiedenen färbenden Rohstoffen aufgespritzt. Aber es sieht wesentlich interessanter aus, als das glatte pure Rot. Nun werde ich erst einmal probieren, wie die Glasur ankommt. Wenn es nicht den Geschmack der Leute trifft – bleibt mir das Rot immerhin für die Clayboys.

Kruege mit roter Glasur

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rote Glasur II

Geschrieben von Olaf am 4 November 2008

Von der Kleinstmenge der roten Glasurprobe habe ich nun ungefähr ein Kilogramm angesetzt. Die gute Meldung: ja es hat sich nichts verändert. Das rot ist kräftig und lebendig. Für Clayboys durchaus geeignet. Aber ich hatte eigentlich vor, die Glasur für klassische Keramik zu verwenden. Erneut habe ich dazu drei weitere andere Proben angesetzt. Die habe ich dann jeweils einmal unter und einmal über die rote Glasur gelegt. Aber es kam kein gewünschter Effekt. So ist auch diese Probe nur ein Teilerfolg. Somit steht zumindest fest, das bis Weihnachten die neue Glasur nicht fertig wird. Bis Probemenge, Kleinmenge und richtige Glasur stehen, benötige ich im besten Fall noch drei Brände. Und es müsste der folgende Test ein voller Erfolg werden. Da aber noch nichtmal die Tendenz von dem gewünschten Effekt zu erkennen ist – liegt die Wahrscheinlichkeit extrem weit unten.

rote Glasurproben bei 1135°C

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rote Glasur I

Geschrieben von Olaf am 14 Oktober 2008

Wie bereits angesprochen möchte ich eine neue rote Glasur entwickeln. Die ersten Proben sind fertig.Für einen ersten Test bin ich erstaunlich weit gekommen. Zwei Farbkörper sind komplett “verbrannt”. Von rot ist also auf den unteren Probebechern nichts zu sehen. Aber ein Farbkörper (oben rechts) lieferte ein tolles Rot ab. Die größte Überraschung ist ganz rechts auf dem Testtonstück zu sehen. Das ist die Fertigglasur “Calypsorot” von Carl Jäger. Ich habe lediglich etwas die Zusammensetzung geändert, so das die Glasur nicht abläuft – denn diese Glasur ist nur für den Bereich bis 1080°C vorgesehen. Allerdings möchte ich gar keine Glasur aus dem Handel nutzen… Es soll schon größtenteils selbst entwickelt sein. Ich muss nun einmal durchrechnen, welche Variante günstiger ist. Bei einer Differenz von 2-3 Euro pro kg, werde ich lieber auf eine Eigenentwicklung setzen. Ansonsten muss man aber ökonomisch denken.
Insgesamt ist aber ein glattes Rot nicht das was ich suchte. Deshalb werden nun weitere Tests folgen. Mattieren wäre eine Möglichkeit. Aber eigentlich plane ich damit, eine zweite Glasur darunter einzusetzen (oder auch darauf). Die soll etwas mehr Leben in die Sache bringen.

rote Glasur Proben

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Rot soll es werden…

Geschrieben von Olaf am 2 Oktober 2008

Ich will eine rote Glasur für Geschirr haben… So habe ich es mir dummerweise in den Kopf gesetzt. In meinem Brennbereich (1135°C) gibt es da aber nur wenige Möglichkeiten. Die großen Keramikbedarfshändler bieten für den Hobbybereich bis 1080°C und für den Steinzeugbereich ab 1200°C zig Glasuren schon fertig an. Bei anderen Farben kann man auch diese Glasuren ab und an nutzen und durch Zugaben an die eigene Temperatur anpassen. Bei rot klappt dies nicht.
Da bleibt nur der Einsatz von Farbkörper. Und schon habe ich ein Preisproblem. Denn über 5,- Euro sollte ein kg Glasur nun auch nicht kosten. Wenn man 100g roten Farbkörper kauft, zahlt man aber meist schon locker diese fünf Euro. Ausser bei BSZ in Essen. Also habe ich dort drei verschiedene rote Farbkörper bestellt. Dazu kommt noch meine günstige transparente Glasur und etwas Kaolin. Da das aber sicher zu langweilig aussieht, werde ich mit einer zweiten hellen Glasur arbeiten. Diese wird vor der roten Glasur aufgetragen.
Wie ich dabei aber so bin mache ich diese Glasuren eher aus dem Bauch heraus. Ich hoffe der Zufall wird das eine oder andere gute Resultat liefern, auf welchem ich weiter experimentieren kann. Denn das ich auf Anhieb eine solide Glasur hinbekomme, glaube ich weniger. Zum 12.10. muss eine Bestellung fertig sein. In diesem Ofen werden dann die ersten Proben mit gebrannt sein. Bis dahin heißt es in meiner Hexenküche: mixen, mischen, wiegen, rühren, rechnen….

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YESSS!

Geschrieben von Olaf am 11 März 2008

Uff – nochmal Glück gehabt! Habe eine von den matt gebliebenen Kacheln nachgebrannt. Alles bestens. Etwas Glasur habe ich vor dem brennen nochmal aufgepinselt, da ich das früher öfters erlebt hatte das bei zweimaligem Glattbrand meist etwas zu wenig davon übrig bleibt.
Heute kommen die restlichen matten Kacheln in den Ofen.
Rund um die Feuerstelle wünschen die Kunden dunklere Kacheln. Die Probe dazu ist recht gut geworden. Habe einfach die vorhandene, terracotta-farbene Glasur mit 5% Eisenoxid angereichert. Nun wird die Glasur rot-braun. Wenn alles glatt läuft sind dann morgen alle Teile für den Ofen fertig.

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Terracotta Glasur und Blau

Geschrieben von Olaf am 13 Februar 2008

Während die Ofenkacheln weiter trocknen, geht es an die spätere farbliche Gestaltung vom Ofen. Die Bauherren wünschten sich etwas in Terracotta. Als Kontrast dazu einzelne blaue Elemente. Weis nicht – ob ich es mit rotem Ton probiert hätte, wenn ich dies bei Auftrags-Beginn gewusst hätte? Nun habe ich terracottafarbene Glasur gekauft. Aber die verträgt sich nicht so richtig mit dem Ton. Ein dichtes ‘Craquelure-Netz” ist zu sehen. Glasur und Ton haben unterschiedliche Wärmeausdehnungen. Dadurch entsteht so etwas beim abkühlen nach dem Brand. Im zweiten Glasur-Proben-Brand habe ich versucht durch Zugaben einzelner Stoffe diesen Effekt abzumildern. Leider erfolglos…
Nacher fahre ich zu einen Kollegen. Er brennt 30°C höher. Mal sehen wie die Probe dann aussieht? Das die Glasur später einmal reißt, wird sich ohnehin nicht vermeiden lassen. Ofenkacheln sind halt starken Wärmeschwankungen ausgesetzt. Da die Kacheln nicht dicht sein müssen, ist das aber auch nicht so schlimm. Mal abwarten was die nächste Probe bringt und was die Ofen-Bauherren sagen…?

Terracotta Glasur

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Test-Brand

Geschrieben von Olaf am 16 April 2007

Das gute Wetter am Wochenende habe ich genutzt, um endlich mal wieder den selbst gebauten Gasofen anzuheizen. Schon lange reizt es mich – einen sogenannten Soda-Salzbrand zu probieren. Hier wird am Ende des Brennvorganges Soda in den Brennraum gebracht. Dadurch kann man eine bestimmte Glasur an der im Ofen stehenden Keramik erhalten. Allerdings hatte ich keine Ahnung von dieser Materie und Informationen im Internet dazu sind rar. Also probieren, statt studieren. Der Brand misslang, bis auf 2 Teil-Stücke. Dies zeigt aber immerhin das es funktionieren kann. Es scheiterte noch an der Methode (und Menge?), wie ich das Salz einbringe. Mittels “Zeitungspapier-Bomben” ist wohl ungeeignet. Besser gelang es, das Soda in Wasser zu lösen und dann in den Brennraum zu bringen. Aber da muss ich wohl noch etwas experimentieren und wohl möglich den Ofen etwas umbauen.

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Engobe-Proben

Geschrieben von Olaf am 6 Februar 2007

Im Internet hatte ich einige interessante Rezepte für Engoben entdeckt (Engobe ist eine meist eingefärbte Tonschicht auf Keramik). Bislang habe ich noch gar nicht mit Engobe gearbeitet. Pläne dazu habe ich schon länger. Also habe ich einfach einmal mehrere Proben angesetzt und gebrannt. Das erste Ergebnis ist nicht unbedingt das was mir im Kopf vorschwebte. Das ist aber normal und kein dummer Einzelfall. Entweder hilft mal der Zufall, oder man muss sich gute Rezepte Stück für Stück erarbeiten. Die sechs Proben hier landen wohl erstmal ungenutzt in meiner “Datenbank”. Kann sein – das einmal ein Kunde genau so ein Farbton sucht… Ich werde daran noch weiter experimentieren. Die Probeplättchen sind halb mit transparenter Glasur überzogen. So habe ich gleich zwei Proben pro Plättchen. Wenn sich ein Kollege für die Zusammensetzung interessieren sollte – einfach anfragen. Für meine Zwecke werde ich doch noch Veränderungen an den Rezepturen brauchen.

Engobe-Proben

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