Da ja das Markttreiben relativ monoton ist, schreibe ich mal ein wenig zum Suhler Weihnachtsmarkt. Ich habe mir sagen lassen das “Chrisamel” hier die Bezeichnung des Stollens ist. Warum “Sühl und Mart” – entzieht sich noch meinen Kenntnissen.
Der Weihnachtsmarkt besteht ungefähr aus 50 Buden. Die Hälfte davon ist auf dem Marktplatz. Zehn Hütten sind auf einem benachbarten Platz und die restlichen Hütten stehen aneinander gleich in der anschließenden Fußgängerzone. Die Holzbuden sind einheitlich und gut in Schuss. Geöffnet wird von 10 Uhr bis 19 Uhr. Glühwein und Verpflegung sind im meist üblichen Anteil vorhanden. Wie schon erwähnt – viele Keramikstände – was nicht unbedingt ein Nachteil für Suhl ist. Immerhin gibt es da keine Handelsware, die man auch woanders bekommen kann. Christbaumkugeln, Kürschner, Holzschnitzer, Bali-Zeugs, Drechselware, Plüschtiere u.a. runden das Angebot ab. Ich denke mal hier im südlichen Thüringen der beste Markt. Die Frage muss ohnehin jeder selber beantworten – wann denn ein Weihnachtsmarkt schön ist? Viele haben ja zB. auch keinen Bock auf das Gedränge in Erfurt. Ich denke mal die richtige Mischung aus Angebot und Ambiente machen einen guten Markt aus. Wobei das Angebot für mich mehr Wichtung hat. Tolle Stände zwischen vier Neubaublocks wären alle mal besser, als irgendwelcher Ramsch im Märchenschloss. Gute Ware zieht “gutes” Publikum. Schlechte Ware lässt Märkte sterben. Das sieht man ja auf vielen Märkten, wovon ich mich zB. am 2.Advent in meiner Heimatstadt überzeugen durfte… Und ich bin guter Hoffnung, das der Chrisamlemart auf dem Aufweg ist. Die Entfernung zu Erfurt sehe ich in puncto Kaufkraft als einen großen Vorteil. Ich kann Handwerkern mit origineller Ware nur ermutigen, sich das mal anzusehen…
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