Erstmals fand in Gera ein Töpfermarkt statt. Und es wurde eine rundum gelungene Veranstaltung. Selbst am Sonntag stimmte entgegen der Prognose das Wetter. Einzige Negativpunkte waren für mich das mangelnde Platzangebot und einzelne Stände, welche vom Sortiment nicht unbedingt dazugehören sollten. Hobbybastler und Gießkeramiker sollten sich nicht auf Töpfermärkten mit einschleichen dürfen. Töpfer absolvieren eine Lehrzeit und gar viele Jahre Gesellenanstellungen, bevor sie die Fertigkeiten des töpferns beherrschen. Gießkeramik kann jeder herstellen, der da mal einige Tage übt… Dennoch muss ich ein positives Fazit ziehen. Parkplätze, Bewachung, akzeptable Standpreise und Marktzeiten, passendes Ambiente – rundum gelungen. Für mich selber war der Umsatz ok, wie wohl für die anderen auch. Um es mal Klartext zu sagen – mache Töpfer haben tolle Umsätze verbuchen dürfen.
Somit dürfte jeder Töpfer 2011 wiederkommen wollen. Und die, die dies lesen oder hören – sicher auch… Wird es noch enger auf Geras Marktplatz?
Und da ich schon gleich die Kritik eines Gießkeramikers auf diesen Bericht bekommen habe: Es ist lediglich MEINE Meinung, welche ich mir auch nicht verbieten lasse. Ich habe nichts gegen die Gießtechnik. Habe das ja selber als Stift von 84-86 gelernt. Doch es sagt schon der Name TÖPFERmarkt, wer dort verkaufen sollte. Auf Stadtfesten, Kunsthandwerkermärkten, oder Keramikmärkten – von mir aus. ;o) Klar gibts auch Unterschiede – ob jemand selber entwirft, Formen baut und dann produziert – oder einfach nur Ton im Eimer und dazu die Gipsformen kauft. Unterm Strich ist es aber dennoch schnellstens und ohne große handwerkliche Fertigkeiten möglich, auf diese Art Keramiken herzustellen. Mit Töpferware hat es aber lediglich das Material und den Brennprozess gemeinsam.

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