Eine Kundin kommt in die Werkstatt und bestellt eine Teekanne. Dazu ein passendes Stöfchen und vier Tassen. Sie meinte es solle eine sehr, sehr große Kanne werden. So 2,5 Liter Inhalt… Na ich denke mal das sprengt ihr Budget. Mache die Kannen deshalb etwas kleiner. Zudem wäre solch eine Kanne wirklich ein wahres Monster. Kaum hoch zu heben… Gestern habe ich alle notwendigen Teile gedreht. Heute werden die Kannen zusammen gebaut. Ganz schön anspruchsvolle Arbeit, denn die Teekanne ist einer der kompliziertesten Artikel – welche in einer Keramikwerkstatt so entstehen. Da gibt es zig Dinge zu beachten, damit die Kanne später einmal einwandfrei ihren Zweck erfüllt. Sie soll weder kleckern, sabbern oder beim eingießen über die Tasse “schießen”. Der Deckel darf nicht klappern, bzw. beim gießen herunterfallen. Ist der Deckel zu dicht, gießt die Kanne auch schlecht. Ach Töpfer könnten stundenlang über Teekannen diskutieren. Nur eines will und muss ich hier nochmal sagen. So ein gutes Stück muß ganz einfach seinen Preis haben! Drei Teile drehen (Kanne, Tülle, Deckel), abdrehen, zusammensetzen, henkeln – erfordern Zeit und Können. Selbst 30,- Euro sind da meist noch ein “Spottpreis”. Made in Germany geht nun mal nicht günstiger.

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